Wurzelbehandlung: Wir retten Zähne

Entzündungen des Zahnmarks („Zahnnerv“) verursachen meist heftige, pochende Schmerzen. Eine Behandlung ist dringend erforderlich: Von innen erkrankte Zähne drohen verloren zu gehen, wenn nicht fachgerecht behandelt wird. Dank besonderer Ausbildung und Ausstattung können wir Zähne retten – mit einer Wurzel­kanal­behandlung nach modernsten Maßstäben.

Blick ins Zahninnere

Das Zahninnere ist lebendig wie ein kleines Organ: Hier befinden sich die Wurzelkanäle mit ihren feinen Verästelungen. Darin liegt der sogenannte „Zahnnerv“, das Zahnmark (Pulpa).

Die Pulpa enthält Blutgefäße, Nerven und bestimmte Zellen, die den Zahn gesund und am Leben halten. Wenn das Zahninnere erkrankt, ist der Zahn akut bedroht.

Warum kann sich das Zahnmark entzünden?

Durch tiefgehende Karies, defekte Füllungen oder Haarrisse (Zahnfrakturen z.B. durch starke Belastung oder Unfall) können Bakterien bis ins Zahnmark eindringen. Infolge der Infektion entzündet sich das Zahnmark sich und stirbt mit der Zeit ab (Nekrose).

Auch Unfallverletzungen, Hitze oder chemische Reize können das Zahnmark beschädigen, sodass ein Teil abstirbt, der die übrigen Zellen nach und nach infiziert.

Wie kann der Zahn gerettet werden?

Die einzige Chance, den Zahn zu erhalten, ist das infizierte oder bereits abgestorbene Gewebe vollständig aus dem Wurzelkanal zu entfernen. Die winzigen Kanäle im Zahn machen die Behandlung zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Sie erfordert Finger­spitzen­gefühl, Erfahrung und eine moderne technische Ausstattung. Ziel ist, absolute Keimfreiheit im Zahninneren herzustellen. Dann werden die die feinen Kaninchen mit einer plastischen Füllung verriegelt und der Zahn zum Beispiel durch eine Krone wieder restauriert.

Die Erfolgsprognosen sind bei Anwendung der richtigen Technik mit bis zu 90% bei einer Erstbehandlung sehr hoch.

Der Aufwand, die natürliche Zahnsubstanz zu erhalten, lohnt sich: Denn die einzige Alternative wäre, den Zahn zu ziehen und zu ersetzen, beispielsweise durch ein Implantat.

Warum kann ein „toter“ Zahn trotzdem schmerzen?

Ein Wurzelbehandelter Zahn ist zwar „tot“, aber er steckt ja noch in einem Zahnfach, das ebenfalls mit Nerven und Blutgefäßen versorgt wird. Manchmal sind die Keime sogar bis hierher vorgedrungen und es kann zu einer Entzündung kommen, die sich mit Druckempfindlichkeit, Schwellung und Eiterbildung äußert. Doch auch dann ist noch nicht alles verloren: durch einen kleinen chirurgischen Eingriff kann das entzündete Gewebe um die Wurzelspitze entfernt und der Zahn dennoch erhalten werden.

Ilyasova Endodontie 1

Zustand vor Behandlung: akute Pulpitis, apikal bereits Übergang auf umliegenden Kieferknochen (linke Wurzelspitze)

Ilyasova Endodontie 2

Nach Eröffnung des Zahninneren: Exstirpation entzündeter bzw. abgestorbener Pulpa mit rotierendem Instrument

Ilyasova Endodontie 3

Mehrfaches, intensives Spülen der Wurzelkanäle mit aseptischen Lösungen zur desinfizierenden Reinigung

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Zustand nach erfolgreicher Versorgung: Stabilisierende Füllung von Wurzelkanal und Pulpencavum; Überkronung

So führen wir eine Wurzelkanalbehandlung durch:

  • Behandlung unter Kofferdam – zum zuverlässigen Schutz vor Bakterien im Speichel

  • Unter Sicht durch eine Lupenbrille

  • Maschinelle, computergestützte Aufbereitung der Wurzelkanäle mit hochflexiblen Nickel-Titan-Feilen (Einmalinstrumente)

  • Ultraschall-Spülung – zur sorgfältigen Reinigung der Wurzelkanäle

  • Maschinelle Wurzelkanalfüllung – zum dichten Schutz vor erneut eindringenden Bakterien

  • Wurzelfüllungsrevisionen – zur Entfernung alter und undichter Wurzelkanalfüllungen

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